Ganztägig lernen. Gemeinschaft erleben. Individuell fördern.

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Aus der Schülerfeder

April 2017 - Reflection Nr. 4 ist erschienen. 
Einige der Artikel finden sich im Menu-Punkt "Klassenreisen", da sie sich mit Aspekten der Seminarfahrt der 10ten Klassen nach Berlin befassen. Die komplette Ausgabe ist bis zum Ende des Schuljahres 2016/17 als Download verfügbar. Und weil Olivia sich mit einem aktuellen Hamburger Thema auseinandersetzt, hier nun ihr Artikel:

Endlich, endlich - die Elbphilharmonie
von Olivia B.
Bereits 2006 startete der Bau der Elbphilharmonie. Eigentlich sollte das Gebäude bereits 2010 fertiggestellt sein, doch verzögerte sich der Bau übermäßig, weil die Nachkalkulationen stark von den ersten Kostenprognosen und -kalkulationen abwichen und es zunächst einen Baustopp gab. Anfänglich waren es 77 Millionen Euro, die das Projekt kosten sollte; gestiegen ist dieser Betrag dann allerdings auf unfassbare 789 Millionen Euro. Der Bauprozess verlängerte sich durch diese zu überwindenden Schwierigkeiten um 7 Jahre. Nach vielen (dadurch verursachten) negativen Schlagzeilen in der Presse, konnte die Elbphilharmonie, liebevoll „Elphie“ genannt, aber zum Ende des letzten Jahres fertig gestellt werden.
Mit der anschließenden Eröffnungsfeier am 11. Januar 2017 wurde damit ein bedeutendes Wahrzeichen für Hamburg geschaffen. Das 110 Meter hohe Kulturdenkmal lockt seit seiner Eröffnung immer mehr Touristen in die wunderschöne Hafencity Hamburgs. Die für die Konstruktion verantwortlichen Architekten sind Jacques Herzog und Pierre de Meuron. Das Gebäude selbst wurde auf dem Grundfundament des früheren Kaispeichers A errichtet, welcher bereits 1963 gebaut wurde. Das komplett neue Glasgebäude, welches auf den Kaispeicher gesetzt wurde, umschließt das Herzstück: Die beiden Konzertsäle. Die modern gestaltete Glasfassade erinnert dabei ein wenig an ein Segel oder an Wasserwellen. Neben der Hauptattraktion des schwebenden Konzertsaales (frei an Stahltrossen aufgehängt), gibt es in der Elbphilharmonie allerdings auch noch vieles mehr zu erforschen. Das Gebäude beherbergt ein Fünf-Sterne-Hotel mit 244 Zimmern, ein Restaurant, ein riesiges Parkhaus, wie auch die „Störtebeker Braumanufaktur“, mit Ausblick auf das Panorama des Hamburger Hafens. - Einen weiteren, wunderschönen Ausblick auf Hamburg hat man von der sogenannten „Plaza“. Das ist die in 37 Meter Höhe liegende Aussichtsplattform. Der Zutritt ist kostenlos, allerdings muss man langen Schlangen neugieriger Besucher rechnen. Außerdem verfügt das Konzerthaus noch über 44 Wohnungen der Superlative. Diese sind 120 bis 400 Quadratmeter groß und bieten durch die großflächige Verglasung ein traumhaftes Panorama des Hamburger Hafens.
Sie zählen zu den teuersten Wohnungen Hamburgs, und auch wenn der genaue Preis nicht bekannt ist, dürfte klar sein, dass man für solch eine Wohnung sehr tief in die Tasche greifen muss.
Kommen wir aber nun noch einmal auf den großen Konzertsaal zurück:
Auch wenn das Gebäude an sich schon sehr futuristisch und außergewöhnlich wirkt, bietet der große Saal etwas, was es so vorher noch nie gegeben hat. Das Besondere ist nämlich, dass er vollständig schwebt. Er ist an massiven Drahtseilen aufgehängt. Dies sorgt für eine große Verbesserung des Raumklanges. Zusätzlich entwickelte der berühmte Akustiker Yashuhisa Toyota eine spezielle Wandverkleidung, die aus unzähligen, einzeln hergestellten Elementen besteht und dem Saal eine fantastische Akustik verschafft. Außerdem wurde hier das sogenannte „Weinberg-Prinzip“ angewendet. Das bedeutet, dass sich die Bühne leicht versetzt in der Mitte befindet und von den Publikumsplätzen umrahmt wird. Jetzt fragt man sich wahrscheinlich, was denn hierbei so toll und extravagant sein soll? Ganz einfach, durch dieses Prinzip wird dafür gesorgt, dass kein einziger Platz mehr als 30 Meter von der Bühne entfernt ist. Kein Wunder also, dass sich, bei all den architektonischen, technischen und akustischen Innovationen, die Künstler darum reißen hier aufzutreten. Die Besucher ihrerseits sind so begeistert von diesem neuen Zentrum der Musik und seiner einmaligen Klangqualität, dass schon fast alle Tickets bis zum nächsten Jahr ausverkauft sind. Man sieht also, die Elbphilharmonie ist nicht nur irgendein Konzertsaal-Neubau, sondern wie Manuel Brug, Journalist der Welt, titelte:
   „Die Elbphilharmonie ist ein Showgirl“. Die Elbphilharmonie hat vieles zu bieten, auch wenn die Meinungen über ihre Bedeutung für die Allgemeinheit auseinandergehen. Die einen nennen sie einen Kulturedelstein, die anderen sagen „steiler Zahn“, da die Kosten ums 10-fache gestiegen sind und man mit den Steuergeldern auch andere kulturelle oder soziale Projekte in Hamburg hätte vorantreiben können. Schaut sie euch an und entscheidet selbst. Ein Besuch lohnt sich auf jeden Fall! 

 

Die Ausgabe 3 Der Schülerzeitung "Reflection" beschäftigt sich mit diversen Themen, von Kursangeboten über Lehrerporträts, Kantinenessen, Drogen und Reeperbahn bis zu Donald Trump und Pferden. Hier nun einige Einblicke:

 Alle Grafiken: Daniel Haw

 

Das Lehrerporträt
von Fabian B.
Heute: Dr. Schmitter

Seit Anfang des Schuljahres haben wir den neuen Lehrer Herrn Schmitter. Er machte sich sehr schnell bei den Schülern hier beliebt. Er macht sehr guten Unterricht, den er abwechslungsreich gestaltet: manchmal mit Frontalunterricht, Gruppenarbeiten, und hin und wieder wird über ein interessantes Thema diskutiert. Es werden die Fächer Deutsch, Philosophie und Politik von ihm unterrichtet. Er ist inzwischen einer der beliebtesten Lehrer auf dieser Schule. Die Schüler sagen, er erfülle ihre Vorstellung eines nahezu perfekten Lehrers. Manche Schüler freuen sich sogar auf die Unterrichtsstunden mit ihm. Er hat einen Doktortitel und verfügt über ein enormes Allgemeinwissen. Er ist eine große Bereicherung unserer Schule. Dr. Schmitter ist ein bekennender St. Pauli-Fan, was ihn mir äußerst sympathisch macht. Laut eigenen Angaben liebt er es, seine Ferien in Norwegen zu verbringen. Er hat Germanistik studiert und war in Bayern der Direktor einer Schule. Damals hatte Doktor Schmitter auch als Psychotherapeut und Heilpraktiker gearbeitet. Außerdem ist er ein geschätztes Mitglied im VFP-Verband.

 

Ist es sinnvoll, ganztägig zu lernen?
von Konstantin H.
Bei der Frage, ob sinnvoll ist, ganztägig zu lernen, spalten sich die Meinungen. Einige Menschen sind komplett von der Idee überzeugt, andere Menschen hingegen lehnen die Idee von vornherein ab und sehen darin überhaupt keinen Sinn.  
Da wir eine Ganztagsschule sind und ich vorher immer auf Schulen war, an denen man nur bis zur sechsten Stunde Unterricht hatte, habe ich ein eigenes Bild von der Idee, ganztägig zu lernen. Doch vorerst sollte geklärt werden, welche Absicht hinter dem ganztägigen Lernen steckt:
Personen, die für die Ganztagsschule argumentieren, befürworten das ganztägige Lernen oft mit folgenden Aussagen:
Durch den Nachmittagsunterricht könnten Schüler mit Hilfe von Wahlpflichtfächern in ihren Interessen gefördert werden; es entständen bessere Verhältnisse zwischen  Schülern und Lehrern; der Schulalltag könne (zum Beispiel) durch Sportangebote, anstatt des einseitigen Lernens im Klassenraum, erweitert und somit für Schüler interessanter gemacht werden; Hausaufgaben könnten in diesen Stunden erledigt werden oder fielen komplett weg und im Berufsleben arbeite man auch meistens bis abends oder nachmittags, sodass die Ganztagsschule hierfür eine gute Vorbereitung wäre.
 

Einige Gegenargumente zur Ganztagsschule lauten:
Schüler hätten weniger Zeit zur eigenen freien Gestaltung und für kulturelle Weiterbildung, wie zum Beispiel Musikunterricht; Hausaufgaben müssten (je nach Schule) trotzdem noch gemacht werden; Schüler, die sich in der Schule nicht wohlfühlen, müssten dort die meiste Zeit des Tages verbringen; manche Schüler könnten sich bestimmte Wahlpflichtfächer finanziell nicht leisten; es fehle wichtige Zeit, um für Arbeiten und Tests zu lernen.
Da wir so gut wie immer ohne Hausaufgaben nach 15:15 Uhr die Schule verlassen dürfen, bin ich mit unserem Stundenplan sehr zufrieden. Ich finde es aber auch nur sinnvoll, ganztägig zu lernen, wenn man dafür den entscheidenden Vorteil, keine Hausaufgaben zu bekommen, genießt. Ansonsten glaube ich, würde bei vielen Schülern (wie mir) die Motivation fehlen, bis nachmittags in der Schule zu bleiben. Es ist ein gutes Gefühl, nach Hause zu kommen und nichts mehr erledigen zu müssen und sich mit gutem Gewissen anderen Dingen widmen zu können.
Allerdings gibt es jetzt in Klasse 10, auch nach der Schule, wesentlich mehr zu erledigen als in vergangenen Schuljahren. Referate müssen vorbereitet werden und für Tests und Arbeiten muss auch noch  gelernt werden. Da bestätigt sich für mich das Gegenargument, dass manchmal zu wenig Zeit zum Lernen für die Arbeiten bleibt. Außerdem müssen nun in der 10. Klasse viele Themenhefter zu Hause erledigt werden, sodass auch in den Ferien dafür gearbeitet werden muss.
Ich finde es auch gut, dass ich die Kurse am Nachmittag nach meinen Interessen wählen kann. Trotz meiner Zufriedenheit mit dieser Schulform, stört es mich, besonders im Sommer, ab und zu, so spät aus der Schule zu kommen.
Interessant ist auch die Frage, wer am Ende eigentlich von der Ganztagsschule profitiert, die Schüler oder die Eltern? Ich glaube, diese Frage ist situationsbedingt. Es gibt Familien, in denen die Eltern den ganzen Tag über bis zum späten Abend arbeiten. In diesem Fall haben die Eltern den großen Vorteil, dass ihr Kind die meiste Zeit des Tages betreut wird und einer sinnvollen Beschäftigung am Nachmittag nachgeht. Andererseits gibt es Familien, in denen ein Elternteil oder beide nachmittags zu Hause sind und Interesse daran haben, viel Zeit mit ihrem Kind zu verbringen.

Insgesamt gesehen, gibt es keine optimale Lösung für alle Schüler oder Eltern.

 

Drogen in Hamburg
von Fabian B.
In Hamburg werden jeden Tag die unterschiedlichsten Drogen konsumiert. Das Problem -? Drogen sind illegal und sie werden in der Öffentlichkeit konsumiert.

Hier und da sieht man einige „Kiffer“ herumstehen, was viele Menschen nicht sonderlich stört. Wenn jedoch ein Drogenabhängiger Anstalten macht, sich in der Öffentlichkeit einen „Schuss“ Heroin zu setzen, möchte das kein Mensch sehen. Wo ist die Toleranzgrenze der Bevölkerung?
Das Team der Schülerzeitung hat auf dem Steindamm Passanten befragt, was sie vom öffentlichen Drogenkonsum halten. Die Mehrzahl der am Steindamm angesprochenen Personen erklärte, dass sie daran nichts auszusetzen hätte. 40% der Befragten antworteten, dass es ihnen egal sei, und nur 10% waren der Meinung, dass sie Drogen verabscheuten, und der öffentliche Konsum von der Polizei stärker bekämpft werden solle.
Eine Befragung der Polizei wurde aus Gründen des Zeitmangels leider abgelehnt. Da die Gegend um den Steindamm seit Jahrzehnten ein Problembezirk in Sachen Drogen ist, kann die Befragung nicht repräsentativ sein. Die Ergebnisse wären sicherlich anders ausgefallen, hätte man die Umfrage in Poppenbüttel, Blankenese oder auch in Eimsbüttel durchgeführt.
Unserer Meinung nach sollte der Drogenkonsum in der Öffentlichkeit stark eingeschränkt, Grenzen gesetzt oder die bestehenden Gesetze konsequenter angewendet werden.

 

Pferde

von Sophie Waldhelm
Pferde sind etwas Besonderes, sind elegant und auch süß. Es gibt unzählige Pferderassen, unter anderem die Ponys, klein gezüchtete Pferde, von denen die Shetlandponys zu den bekanntesten und beliebtesten gehören. Bei den Großpferden sind es die Araber. Viele Pferde tragen edle Namen, wie zum Beispiel „Golden Perl“.
Reiten ist etwas ganz Wundervolles; das weiß jeder, dem beim Galoppieren schon einmal so ordentlich der Wind durchs Haar wehte! Doch bei allem Spaß, den man mit einem Pferd erleben kann, darf man nicht vergessen, was ein Pferd am dringendsten braucht: intensive Pflege. Ob es geritten wird oder im Stall steht, ob es sich viel bewegt oder nur auf der Weide grast: es muss sich täglich um ein Pferd gekümmert werden!
Für den Reiter ist die Sicherheit am wichtigsten: auf einen Helm darf man beim Ausritt nie verzichten, egal ob man Anfänger ist oder sehr erfahren. Zu der Ausstattung gehört, außer dem Helm, eine Reithose, Handschuhe und eine Gerte.
Wie jede anspruchsvolle Sportart ist auch das Reiten ohne fachliche Unterweisung und Training nicht möglich. Hierzu dienen die anstrengenden (und nicht ganz billigen) Übungsstunden durch speziell ausgebildete Reitlehrer. Nicht nur Jugendliche können bereits das Reiten erlernen, sondern sogar schon Kinder. Wenn man genug Ehrgeiz und Durchhaltevermögen hat, kann man später sogar an öffentlichen Turnieren teilnehmen und Preise gewinnen.
Es gibt verschiedene Arten von Turnieren: Springreiten, Dressurreiten und Geländereiten.