Wahlpflichtkurs „Porträt und Identität“ in der Kunsthalle
In deutlich reduzierter Besetzung durfte sich der Wahlpflichtkurs „Porträt und Identität“ heute in der Hamburger Kunsthalle intensiv mit dem Thema Porträt auseinandersetzen – und dabei nicht nur schauen, sondern selbst zum Stift greifen.
Den Einstieg bildete das Porträt „Isa Mona Lisa“ (1999) von Wolfgang Tillmans, das die Künstlerin Isa Genzken zeigt. Die Fotografie ist zugleich namensgebend für die aktuelle Ausstellung „Isa Mona Lisa“ in der Hamburger Kunsthalle.
Ausgehend von diesem Werk beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler mit der Frage, wie ein Porträt eine Person sichtbar und erfahrbar machen kann: Was sehen wir? Was wird erzählt? Und wie viel von der Persönlichkeit eines Menschen kann ein Bild überhaupt vermitteln?
Anschließend ging es in die frisch eröffnete Ausstellung „Modern Times“. Besonders eindrücklich wurde dabei deutlich, wie persönlich und intensiv Maler und Fotograf sich ihrem Gegenüber nähern – und wie sehr die eigene Wahrnehmung und Interpretation die Darstellung einer Person prägen.
Mit Stift und Papier wurden die gewonnenen Eindrücke schließlich selbst erprobt. Ein intensiver und inspirierender Kunsttag, der gezeigt hat: Ein Porträt ist weit mehr als die Abbildung eines Gesichts – es erzählt immer auch eine Geschichte über den Menschen und über den Blick derjenigen, die ihn darstellen.




