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Schüler machen Zeitung Februar 2019

Diese jungen Fußball-Talente kommen aus Deutschland und Hamburg
Für viele Jugendliche ist es ein großer Traum, Fußballprofi zu werden. Aber nur wenige schaffen es. Viele verbleiben bei ihren ersten Vereinen
Von Lennart, Klasse 10
Aber es gibt selbstverständlich auch Ausnahmen: Jugendliche, die es weiter als in die Landesliga schaffen, die neuen Stars der Bundesliga. Es gibt unzählige deutsche Talente, die nur darauf warten, endlich in der Bundesliga oder auch schon international zu spielen. Und ich spreche nicht von Spielern wie Fiete Arp, die es schon längst geschafft haben. Ich beginne ganz unten.
Youssoufa Moukoko
Das vermeintlich größte Talent in Deutschland ist der vierzehnjährige Youssoufa Moukoko. In seinem jungen Alter spielt der gebürtige Kameruner bereits in der U17-Mannschaft von Borussia Dortmund. In der laufenden Saison hat er bereits 28 Mal getroffen und das in nur sechszehn Partien.
Emrehan Gedikli
Dies ist fast das Doppelte von dem, was der zweitplazierte, 15-jährige Emrehan Gedikli erzielte. Er schoss im Laufe der Saison 15 Tore. Bereits im September 2017 gab er seine Premiere für die deutsche U16 Nationalelf. Er schoss in vier Partien drei Tore. Er ist ohne Zweifel das bekannteste Talent in ganz Deutschland.
Franz Roggow
Aber natürlich gibt es neben ihm auch andere Talente. In Hamburg gibt es 60 Fußballclubs und bei so vielen Vereinen gibt es natürlich auch in Hamburg Toptalente. Eines der Größten ist Franz Roggow. Er spielt in der U17 von St. Pauli und hat in der laufenden Saison sieben Tore in dreizehn Spielen erzielt. Das deutsche Toptalent wechselte im Juli 2018 von der Energie Cottbus-Jugend zu St Pauli. Und der Wechsel lohnte sich für den Hamburger Verein. Roggow bestätigte seine Leistung mit Toren und Vorlagen. Er ist sechzehn Jahre alt und spielt im offensiven Mittelfeld. Und für diese Position ist es sehr beachtlich, so viele Tore zu schießen. Von ihm werden wir in Zukunft sicher noch hören.
Fisnik Asllani
Ein weiteres Toptalent aus dem Norden ist Fisnik Asllani. Er ist ein sechzehnjähriger Mittelstürmer von Union Berlin und spielt für die U17 Nationalelf vom Kosovo. Er könnte allerdings auch für die Deutsche Elf spielen – er ist halber Deutscher. In der laufenden Saison schoss der gebürtige Berliner in fünfzehn Spielen in der Bundesliga Nord/Nordost zwanzig Tore für den Berliner Traditionsclub. Er ist mit seinen 1.86 Meter ein ziemlich kopfballstarker Spieler. Außerdem ist er technisch sehr stark und hat einen guten Abschluss. Er gilt als einer der größten Newcomer im Deutschen Fußball und Union Berlin steckt sehr viele Hoffnungen in den Halbkosovaren.
Paul Nebel
Ein weiteres Riesentalent ist Paul Nebel – in Spieler vom FSV Mainz 05. Der offensive Mittelfeldspieler ist, seitdem er fünfzehn ist, in jeder einzelnen Jugendmannschaft der deutschen Nationalmannschaften gewesen. Zur Zeit spielt er in der U19 des FSV Mainz 05 und in der U17-Nationalmannschaft. In fünf Spielen für die DFB Elf traf der gebürtige Mainzer drei Mal und ist damit bester Torschütze. Insgesamt spielte das deutsche Toptalent 16 Mal für die Nationalmannschaft. Natürlich haben diese Jugendspieler auch schon Verträge von Sponsoren. Paul Nebel ist bei Nike unter Vertrag.
Aber dies sind bei weitem nicht alle Toptalente in Deutschland. Es gibt viele Jungs, die eine Chance haben, eines Tages ihren Traum wahr werden zu lassen.


Cityguide: So geht ein luxuriöser Mädelstag in Hamburg
Die besten Tipps für einen luxuriösen Mädelstag in Hamburg. So verbringt ihr einen exklusiven Tag abseits der bekannten Sehenswürdigkeiten.
Von Sophie, Klasse 10a
Beginnen sollte man am Hamburger Hauptbahnhof. Von dort aus steuert man zuallererst das Pariser Café an, das sich in der Rathausstraße 4 befindet und über die berühmte Einkaufsstraße Mönckebergstraße zu erreichen ist. Außerdem sieht man hierbei auch das prächtige und bekannte Hamburger Rathaus. Im Café Paris angekommen, kann man sich zwischen einer vielfältigen Auswahl an französischem Gebäck entscheiden, um sich für einen aufregenden Mädelstag in Hamburg zu stärken.
Nach diesem Ausflug empfehle ich einen Workshop bei „Bloomon“ zu besuchen. Hier lernt man von erfahrenen Floristen, wie Blumen richtig angeschnitten, gepflegt und arrangiert werden. Ein Ausflug, der sich für Blumenliebhaber lohnen wird. Danach sollte man sich gleich bereit machen für einen Schaufensterbummel in Hamburgs teuerster und berühmtester Einkaufsstraße „Neuer Wall“, die an der Alster liegt. Hier kann man alle Läden von „Tiffany´s“ bis Louis Vuitton und Gucci finden.
Eine weitere Shopping-Idee ist der Isemarkt, Europas längster Freiluftmarkt, unter der alten Hochbahntrasse. Dort bieten über 200 Händler ihre exzellenten Waren an. Hier findet man alles von Schmuck über Seifen bis zu Designermarken. Dieser Markt befindet sich schon seit über 100 Jahren in Hoheluft – gut zu erreichen mit der U3.
Von hier aus kann man auch den neuen Douglas Pro-Shop erreichen, welcher sich in der Eppendorfer Landstraße 67 befindet. Hier finden sich die wirkungsvollsten Hautpflege-Produkte, aber auch hochwertige Naturkosmetik, Pharmabrands und Beauty Food.
Anschließend leite ich euch zurück in die Innenstadt, um in einem der besten französischen Restaurants zu essen: im „Le Plat Du Jour“, im Dornbusch 4. Hier kann typisch französische Küche genießen. Nun sollte man die berühmte Eisdiele „Luicella´s“ in der Langen Reihe 113 besuchen, wo ausschließlich außergewöhnliche Eissorten geführt werden, die bisher nur in Hamburg zu finden sind.
Danach aber schnell zur „Brow Bar“, wo sich alles nur um Augenbrauen dreht. Man kann sie waxen, zupfen, schneiden oder färben lassen. Oder man macht sich gleich auf den Weg zum Meridian Hotel um dort eine 55-minütige Massage zu bekommen.
Für Cupcake-Liebhaber gibt es ebenfalls die Möglichkeit, einen Cupcake-Workshop zu besuchen, um den Lieblings-Minikuchen mal selber herzustellen. Diese Kurse werden zum Beispiel beim Elrincon-Kochstudio angeboten.
Für eine kleine Pause kann man im „Eaton Place“ zu Ruhe kommen, wo man traditionellen englischen Tee trinken kann.
Danach kann man sich entscheiden, ob man entweder ins „Le Magic“-Studio gehen möchte, um sich die Wimpern, Nägel und Füße machen zu lassen oder ob man einen Schminkkurs bei „The Beautery“ in Eppendorf macht, wo man auch die Möglichkeit hat, sich aufstylen zu lassen.
Auf keinen Fall verpassen darf man das „East Restaurant“ in der Hafencity mit Blick auf die berühmte Elbphilharmonie. Um noch einmal einen Blick über die ganze Stadt zu bekommen, sollte man etwas im „Clouds“-Restaurant trinken gehen. Von den tanzenden Türmen auf der Reeperbahn aus ist das Funkeln der Stadt gut zu beobachten.


Marken bestimmen unser Leben. Aber was ist mit den inneren Werten?
Egal wo man heute hinschaut: Fast alle tragen eine Marke. Sei es Gucci, Chanel, Louis Vuitton, Nike oder Adidas, es ist völlig egal. Je teurer desto besser!
Von Jessica, Klasse 10a
Es interessiert die wenigsten, ob die Produkte von hochwertiger Qualität sind und selbst die Optik ist vielen unwichtig. Hauptsache der Markenname steht auf der Kleidung.
Erschreckend ist, wie sich auch Jugendlichen auf limitierte Schuhe, Taschen, Kosmetik oder ganze Designer-Kollektionen stürzen. Da wird die Jagd ganz schlimm und die Bereitschaft, ein ganzes Vermögen auszugeben, ist riesig. Aus diesem Grund stehen viele junge Leute unter einem großen Druck. Um mithalten zu können, verschulden sie sich. Damit sie nicht als Außenseiter dastehen. Klar, dass da nicht alle mitziehen. Die Eltern stellen sich quer und die Jugendlichen versuchen alles, um an möglichst viel Geld zukommen – teilweise wird da auch mal geklaut.
Klamotten sind Statussymbole. Zwar teilen wir auch unsere Gefühle über Farben und Schnitte mit, doch vor allem wollen wir die Anerkennung unserer Mitmenschen gewinnen. Gerade deswegen, weil wir andere Vorbilder haben. Instagram, Facebook, Snapchat: Überall finden sich Personen, die über einen kürzeren oder längeren Zeitraum tausende, manchmal Millionen von Followern angesammelt haben, die sich online ihre Bilder angucken.
Schauspieler, Sänger und Models: Sie nutzen ihre Reichweite auf Social Media-Plattformen, um ein Leben voller Glitzer und Glamour zu präsentieren. Sie werden auch Influencer (deutsch: Beeinflusser) genannt. Große Marken sehen das natürlich als gewinnbringendes Geschäftsmodel. Oft nutzen sie Influencer, um ihre Produkte besser zu vermarkten. Die Zielgruppe, „Teenager“ wird hier besonders angesprochen.
Wenn nun also das große Vorbild einer Jugendlichen die neusten Adidas-Schuhe trägt, ist klar, was sie sich als nächstes zu Weihnachten wünschen wird. Wir eifern den Schönen und Reichen nach und versuchen, ein genauso perfektes Leben zu führen, wie sie es uns auf ihren öffentlichen Profilen vorleben. Aber ist das alles so perfekt? Sollten wir nicht viel öfter hinter die Fassade gucken?
Viel wichtiger ist doch der Charakter eines Menschen, ob er lustig, hilfsbereit, mitfühlend und respektvoll ist. Es ist wichtig, dass man sich wohlfühlt – egal, was man trägt. Man sollte etwas nicht nur tragen, weil es die neuste Marke ist, die jetzt alle tragen und man einfach nur dazu gehören möchte. Es sollte möglich sein, in der heutigen Welt seine Individualität zeigen zu können und kein Massenprodukt zu sein.
Warum ständig das Teuerste kaufen, wenn wir mit dem Geld vielleicht viel schönere Dinge machen könnten. Ich denke: Jeder von uns sollte sich überlegen, wie er gesehen werden will. Zählt die Marke mehr, oder ist es doch das Innere, mit dem man andere überzeugen möchte?


Warum kommt es zu Konflikten zwischen Schülern und Lehrern??
Warum geraten Schüler und Lehrer so oft aneinander, wo entstehen Konflikte? Viele Probleme lassen sich nicht von heute auf morgen lösen. Doch es gibt Ideen
Von Tom Simon, Klasse 10,   
Wie sollten sich Lehrer und Schüler verhalten, sodass das eigentliche Ziel, einen guten Schulabschluss zu machen, nicht in weite Ferne gerät? Dies werde ich an eigenen Beispielen und Erfahrungen als Schüler erläutern.
Konflikte entstehen oft dort, wo Lehrer beziehungsweise Schüler verschiedener Meinung sind. Anstatt dieses Problem in einem Einzelgespräch nach der Stunde mit dem Schüler zu klären und das Problem damit aus der Welt zu schaffen, wird es oft eher vor der Klasse diskutiert. Dies ist nicht nur dem Schüler gegenüber unfair, sondern stört auch den allgemeinen Unterricht. Dadurch werden auch alle anderen Schüler beim Lernen gestört.
Dies ist also ein Problem, das man versuchen sollte, anders zu lösen. Ein weiterer Konflikt der oftmals zwischen Schülern und Lehrern entsteht ist, dass Schüler das Gefühl haben, nicht nach ihren Leistungen bewertet zu werden, sondern eher danach, ob der Lehrer sie mag oder nicht oder einfach einen schlechten Tag hat. Bei diesem Konflikt gibt es noch viele andere Kleinigkeiten, die man benennen kann und die ich schon oft in meiner zehnjährigen Schullaufbahn mitbekommen oder auch selber erlebt habe. Man kann dafür jedoch auch nicht den Lehrern die Schuld geben, da die Klassen oftmals sehr überfüllt sind und sich eine Lehrkraft um 25 bis 30 Schüler kümmern muss.
Oft gibt es auch mehrere Integrationskinder in der Klasse, die in ihrer Entwicklung beeinträchtigt sind und die zusätzlichen Bedarf an Förderung haben, der von einer Lehrkraft nicht geleistet werden kann. Für solche Fälle gibt es Sozialpädagogen. Diese sind meistens allerdings nur für drei bis vier Schüler zuständig. Außerdem gibt es pro Schule meistens nur drei bis vier Sozialpädagogen.
Es gibt viele Probleme an Hamburger Schulen, die zu Konflikten zwischen Lehrern und Schülern führen können. Allerdings ist es sehr schwer, diese Probleme zu lösen, da sie nicht von heute auf morgen zu lösen sind, sondern man sich viel mehr damit beschäftigen muss, um etwas ändern zu können.
An Deutschlands Schulen fehlen nach Darstellung des deutschen Lehrerverbands fast 40.000 Pädagogen. Insbesondere an den Grund-Förderschulen sei die Lage „dramatisch“. Es ist also schwierig, Lösungen für alle diese Probleme zu finden, jedoch sollte man beginnen, sich mehr damit zu befassen um dies zu ändern. Meiner Meinung nach sollten sich die jeweiligen Behörden mehr bemühen, den akuten Lehrermangel zu bekämpfen, sodass die Lehrer mehr auf einzelne Schüler eingehen können. Ein Lohnanstieg könnte dazu beitragen, dass wieder mehr Leute den anstrengenden Beruf des Lehrers ausüben wollen und motiviert sind, Schüler auf ihr späteres Berufsleben vorzubereiten.


Darum ist die politische Lage in Rumänien mehr als schwierig
Korruption, Steuerhinterziehung, Geldwäsche, Wahlbetrug – So ist es um die Politik in Rumänien bestellt. Raman berichtet vom Status quo
Von Raman, Klasse 10   
Als halber Rumäne, der sich aber als Deutscher versteht, habe ich viel Kontakt mit der rumänischen Kultur, Gesellschaft und der Politik, die sich trotz der relativen geografischen Nähe und der Mitgliedschaft in der EU sehr von der hiesigen unterscheidet.
Für mich als in Deutschland Lebender ist die rumänische Politik sehr befremdlich. Rumänien hat zwar wie Deutschland ein demokratisches System, aber der Umgang mit den demokratischen Institutionen und dem gemeinen Volk ist ein gänzlich anderer. Korruption ist zum Beispiel ein großes Problem. Es verschwinden regelmäßig EU-Gelder, sodass die Infrastruktur weit hinter den westlichen Standards zurückliegt. In der regierenden Partei PSD (Die rumänischen Sozialdemokraten) laufen oder liefen außerdem gegen fast alle Abgeordneten und Minister Verfahren oder Ermittlungen wegen Korruption, Geldwäsche, Steuerhinterziehung und teils sogar Wahlbetrug. Als wäre das noch nicht genug, versucht die Regierung immer wieder die Antikorruptionsgesetze zu lockern, um sich der Justiz entziehen zu können.
Wenn mein Vater und ich über die Politik in Rumänien reden, kommen wir eigentlich nicht daran vorbei, uns über die aktuellen Skandale zu unterhalten und wir haben uns schon lange angewöhnt, das Ganze mit einer großen Portion Humor zu nehmen – Einfach, weil sämtliche Geschichten so unglaublich und abstrus sind, dass man sie in Deutschland getrost als „Fake News“ abstempeln könnte, ohne diese Nachricht überhaupt überprüfen zu müssen. Aber in Rumänien sind sie wahr.
Zum Beispiel hat der Innenminister vor kurzem die Polizei aufgefordert, weniger Streife zu fahren, um das Polizeirevier zu putzen und zu fegen, weil Geld für weiteres Personal fehlt, obwohl eigentlich genug Geld da sein sollte. Wenn man die Menschen fragt, warum das so ist, sagen diese einem, dass das Geld gestohlen wurde. Und von wem? Von den Politikern. Und das Traurige: Sie haben Recht. So gab es alleine im Jahr 2017 3.893 Anzeigen der Antikorruptionsbehörde „DNA“ wegen Korruption gegen Politiker auf allen Ebenen.
Natürlich sind die Bürger mit ihrer politischen Führung nicht zufrieden und sie demonstrieren regelmäßig gegen die Politik der PSD und einzelne Gesetze. So wie im Januar 2017, als das Parlament ein Gesetz verabschieden wollte, das Korruptionsermittlungen und Verfahren unter einem vermuteten Schaden von 200.000 Lei beziehungsweise 45.000 Euro fallen lässt. Das Gesetz sollte um 22 Uhr Ortszeit verabschiedet werden. So sollte die Bevölkerung im Dunkeln stehen gelassen werden.
Jedoch verbreitete sich die Nachricht darüber in Windeseile über Facebook und es versammelten sich 10.000 Menschen vor dem Parlamentsgebäude. In den folgenden Tagen und Wochen protestierten bis zu 100.000 Menschen in ganz Rumänien. Und trotzdem wurde das Gesetz durchgesetzt. Am Ende der Proteste, die übrigens die Größten in der Geschichte Rumäniens waren, ist zwar der Justizminister zurückgetreten, aber das Ganze zeigt sehr eindrucksvoll, wie groß Rumäniens Probleme sind und wie wehrlos das Volk ist. Und auch, dass Rumänien sich wohl auch leider nicht ohne Hilfe von außen aus dieser Misere befreien kann.


So kommen Profi-Trainer wie Julian Nagelsmann an ihren Job
Viele junge Männer haben den Traum, Profi-Trainer einer Bundesligamannschaft zu werden. Meistens wird dieser Traum verworfen, weil es als zu schwierig gilt
Von Luca, Klasse 10a   
Viele Ex-Profispieler gehen nach ihrer Spielerkarriere ins Trainergeschäft. Diese Personen haben auch Kontakte, die für sie ein gutes Wort einlegen.
Aber es gibt auch Ausnahmen wie Julian Nagelsmann. Der gebürtige Landsberger trainiert die Erstliga Mannschaft TSG Hoffenheim seit zwei Jahren und das sehr erfolgreich. Julian Nagelsmann spielte in der Jugend von zwei Profimannschaften, aber schaffte nie den Sprung in die Herrenmannschaft. Dennoch er hat es geschafft, Trainer zu werden – mit nur 31 Jahren.
Nagelsmann fing an in der Jugendabteilung für verschiedene Clubs zu arbeiten. Er arbeitet unter anderem mit Thomas Tuchel zusammen. Er nutzte seine Kontakte, die er im Jugendbereich bekommen hatte und bekam immer bessere Angebote im Jugendbereich. Irgendwann arbeitete er in der Jugend der TSG Hoffenheim.
Um Trainer in der Bundesliga zu werden, muss man mehrere Trainerlizenzen bekommen. Die verschiedenen Lizenzen sind in einem System angeordnet. Man fängt unten an und mit jeder Lizenz darf man höhere Spielklassen pfeifen. Oft sind die Personen, die Trainer werden wollen, nicht ausreichend in ihren sportlichen Leistungen. Durch die Lizenzen hat man eine Garantie, dass der Trainer auch genau auf dieses Niveau eingelernt ist und sich gut auskennt.
Es ist empfehlenswert, in der Jugend bei einem Verein anzufragen. Dort kann man Erfahrungen sammeln und durch Erfolge beweisen, dass man mehr als Jugendbereich kann und will. Im Vordergrund sollten allerdings der Wille und die Geduld sein. Es ist nicht möglich, von heute auf morgen Profitrainer zu werden. Es ist falsch, mit der Einstellung ranzugehen, dass man es nicht schaffen könne. Es ist möglich! Andere haben es auch geschafft.

 

„Pizza Puro“ in Hamburg-Hoheluft macht euch köstliche Pizza
An der Hoheluftchaussee sowie auf Deliveroo und Foodora findet man das Restaurant „Pizza Puro“. Hier gibt es köstliche italienische Pizzen und Desserts
Von Jonatan, Klasse 10   
Wenn man bei der U3-Station „Hoheluftbrücke“ aussteigt und die Hoheluftchaussee hochschlendert, findet man das unscheinbare, italienische Restaurant „Pizza Puro“ vor. Das erste was einem auffällt, wenn man den Laden betritt, ist der offene Pizza-Ofen, der direkt im Eingangsbereich steht. Er bietet die Möglichkeit den Pizza-Bäckern beim Backen der eigenen Pizza zuzuschauen.
Sobald man die paar Treppenstufen zu den Tischen hochgeht, bemerkt man, wie schön der Raum doch belichtet ist. Es gibt mehrere Fenster, die wunderbar viel Licht in den Raum lassen und ihn erhellen. Sollte man am Abend „Pizza Puro“ besuchen, tun die Lampen ihr übriges. Wenn wir schon von den Lampen reden, müssen wir auch den restlichen Stil der Einrichtung besprechen. Das Restaurant hat ein industrielles Design; die Lampen bestehen aus Metallrohren, an denen Glühbirnen befestigt sind. An der Decke verläuft ein Luftabzugsrohr und an den Wänden sind halbierte Rohre befestigt, in denen Holz liegt. Das trägt erheblich zum gemütlichem Ambiente bei, das zusätzlich durch entspannte Jazz-Musik untermalt wird.
Die Speisekarte folgt ganz der Philosophie „Pizza Puro“s: „Weniger ist mehr; das Einfache oft das Beste“. Die Karte beinhaltet eine überschaubare Anzahl von 18 Pizzen, die aber alle nicht nur preiswert – die günstigste Pizza kostet 7 Euro, die teuerste 11,50 Euro – sondern auch von guter Qualität sind. Doch dazu später mehr. Schnell bemerkt man, dass sich die Speisekarte auf traditionelle italienische Küche beschränkt. Von einer italienischen Wurst-und Käse-Platte, über die klassische Pizza Margarita, bis zum Kult-Dessert Tiramisu ist alles dabei.
Und da will ich auch direkt anknüpfen: Bei meinem Besuch probierte ich die „Salame Napoletana“ und zum Nachtisch Tiramisu. Serviert wurde meine Bestellung von einer netten, italienischen Kellnerin. Die Pizza, die sie mir brachte, bestand aus einem luftig-leichten Teig, Tomatensoße und Salami, die in länglichen Steifen auf meiner Pizza lag. Das Essen war sehr schön angerichtet und mir lief sofort das Wasser im Munde zusammen, als es mir serviert wurde.
Das erste was auffällt bei dem Biss in die Puro-Pizza, ist der dominante Geschmack der Salami. Doch das ist nicht Schlechtes, im Gegenteil, es ist ein großer Pluspunkt. Die Salami verhindert nicht das Zusammenspiel der Soße mit dem Käse und dem Teig. „Pizza Puro“ befreit die Salami vom Status des Accessoires der Margherita-Pizza. Doch das mit Abstand größte Argument für „Pizza Puro“, ist der Teig. Er ist fluffig, leicht und es macht Spaß ihn zu essen. Zum Tiramisu muss ich erwähnen, dass ich kein großer Tiramisu-Liebhaber, oder -Kenner bin, doch dieses Tiramisu war fluffig, leicht und cremig. Meine Begleitung empfand das Tiramisu als zu süß, ich sah das allerdings anders.
Alles in allem habe ich für Pizza, Cola und Tiramisu 18,20 Euro gezahlt. „Pizza Puro“ ist außerdem bei „Deliveroo“ und „Foodora“ bestellbar und jeden Dienstag findet im Lokal der „Pizza Bash“ statt. Das heißt, dass jede Pizza ab 18 Uhr nur 8 Euro kostet. Zum Abschluss kann ich sagen, dass ich das Restaurant gesättigt und zufrieden verlassen habe und jedem Freund der italienischen Pizza „Pizza Puro“ nur ans Herz legen kann.


Erfahrungsbericht ADS: „Das Angeln ist mein Rückzugsort"
ADS ist Vielen ein Begriff, doch wie man sich fühlt, wenn man am Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom leidet, wissen nur Betroffene. Ein Erfahrungsbericht
Von E. G., Klasse 10
Kennst du das auch? Du betrittst einen Raum und was du dort eigentlich machen wolltest, weißt du nicht mehr? Du unterhältst dich mit Freunden und dadurch, dass alle durcheinander reden, bekommst du irgendwie nichts mit? Du versuchst dich zwanghaft zu konzentrieren, aber du wirst sofort von anderen Geräuschen und Bewegungen abgelenkt? Kennst du das auch?
Stell dir das einmal vor, du hättest das jeden Tag, zu jeder Uhrzeit – so wie ich bis zur sechsten Klasse. Ich bin 16, besuche die 10. Klasse und habe schweres ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom). Eine Krankheit, bei der zu viele Informationen in den Synapsen ankommen und zwar dauerhaft. Damit ist es mir nicht möglich, mich auf eine Sache zu konzentrieren, einfach nur, weil ich alle anderen Informationen nicht ausblenden kann.
Schon immer ein „Draußen-Kind“
Von der Krankheit ADS hast du doch bestimmt schon mal gehört, oder? Denn so einen „Zappelphillip“ oder einen „Träumerle“ kennt doch schließlich jeder. Rechtschreibung war noch nie meine Stärke, aber auch andere Dinge wie Lesen oder Vokabeln Lernen gehörten noch nie zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Ich war immer schon mehr ein „Draußen-Kind“, bin auf Bäumen herumgeklettert und hatte schon damals meine große Leidenschaft: das Angeln. Ich persönlich würde das als meinen Rückzugsort bezeichnen. Etwas, das ich besser konnte als viele andere. Etwas, bei dem meine Gedanken endlich Ruhe gegeben haben; sozusagen eine Ablenkung vom Alltag.
Jede Geräuschquelle, sei es das Getuschel in der Klasse, das Umblättern eines Buches, der rauschende Wind vor dem Fenster oder das Klicken eines Kugelschreibers, hat mich sofort abgelenkt.
Denn ich konnte mich nie so konzentrieren wie alle anderen und aus Frustration bin ich oft unfassbar wütend geworden. Temperament liegt bei uns in der Familie, aber bei mir ist es damals ausgeartet. Denn jede Person, die mich damals aus meiner Sicht gestört hat, habe ich gehasst und das teilweise nur, weil die Person sich leise im Unterricht unterhalten hat. Denn ich wollte mich damals einfach so auf den Unterricht konzentrieren können wie alle anderen auch, aber das habe ich nur selten für sehr wenige Minuten geschafft. Jede Geräuschquelle, sei es das Getuschel in der Klasse, das Umblättern eines Buches, der rauschende Wind vor dem Fenster oder das Klicken eines Kugelschreibers, hat mich sofort abgelenkt.
Eine Doku und der Psychiater lieferten Antworten
Daher ist es wahrscheinlich nicht überraschend, dass ich regelrecht am Unterricht und an mir selbst verzweifelte. Ich merkte dann in der sechsten Klasse, dass ich Schwierigkeiten in der Schule hatte, die die meisten von den anderen Schülern nicht hatten. Nachdem ich dann aber zufällig eine Dokumentation über ADS im Fernsehen gesehen hatte, wurde mir so einiges klar. Dass ich tatsächlich ADS habe, war nach einigen Tests beim Psychiater dann auch bestätigt.
Seither nehme ich Medikamente: sogenannte Psychopharmaka, in Form von Methylphenidat, euch wahrscheinlich besser bekannt unter dem Namen Ritalin. Da Methylphenidat falsch dosiert sehr gefährlich sein kann und auch als Lern-und Partydroge missbraucht wird, genießt dieses Medikament leider einen sehr schlechten Ruf. Doch ich als Betroffener, der dieses Medikament braucht, bin sehr froh, dass es das gibt.
Es geht aufwärts
Als ich dann die Medikamente bekommen habe, wurde mein Leben viel geordneter. Ich bekam mehr im Unterricht mit und konnte mich jetzt endlich auf eine Sache konzentrieren und die anderen lästigen Geräusche ausblenden. Doch ein Problem gab es noch. Da die Medikamente nur bis kurz nach der Schule wirkten, hatte ich ein riesiges Problem mit den Hausaufgaben und dadurch gingen meine Noten in den Keller.
Ich wechselte gerade deshalb in die siebten Klasse auf einer kleinen Ganztagschule. Dieser Wechsel war für mich ein Neuanfang, der sehr gut gelungen ist. Denn auf dieser Schule gab es kaum noch Probleme und meine schulischen Leistungen sind trotz ADS bis zum jetzigen Zeitpunkt konstant.

 

Ein Hamburger Film kostenlos auf YouTube: „Wach"
Im Film „Wach“ geht es um zwei 17-jährige Mädchen, die versuchen wollen, so lange wie möglich wach zu bleiben. Ein Hamburger Film auf YouTube

Von Oskar Müller, Klasse 10a
Die Protagonistinnen des Films sind zwei Mädchen, die in der Hamburger Vorstadt leben: Nike und Carlotta, gespielt von Alli Neuman und Jana McKinnon. Die beiden ein Projekt starten, bei dem sie so lange wie möglich wach bleiben und dabei über ihre Grenzen wachsen und ihrem Alltag entfliehen wollen.
Diesen Selbstversuch wollen sie mit einer Kamera dokumentieren. So wirkt der Film als hätten die Mädchen ihn selbst gedreht. Der Film wurde auch sehr preiswert produziert und ist nicht mit Produktionskosten-hohen Filmen aus Hollywood zu vergleichen. Aber dennoch ist es ein sehr gelungener Film und es wurde wohl an den richtigen Stellen gespart. So wurden viele Szene auf offener Straße gedreht so sind auch die Passanten in Hintergrund alle echt statt Statisten. Es war der erste Film von Kim Frank, der davor nur Regisseur von Musik-Videos war.
Zu Beginn des Films wird man ins kalte Wasser geworfen. Es gibt keine Hintergrundinformationen und keine Hintergrundgeschichte, aber man erfährt dann in den ersten fünf Minuten schnell, was die vorhaben. Die Art und Weise, mit der die Geschichte erzählt wird, ist nach meiner Meinung sehr schön. Diesen Stil habe ich noch nie gesehen, es ist was Neues was man nicht jeden Tag auf dem Bildschirm verfolgt. Die Art wie der Film geschnitten wurde ist gut gemacht, sehr professionell.
Wenn die Charaktere etwas erzählen, werden ihre Worte oft mit schwarz-weißen Video-Clips unterstrichen.
Das verleiht ihnen mehr Ausdruck und es ist sehr schön anzusehen. Der Film „Wach“ soll auch zum Nachdenken anregen. Fragen wie „Ist es richtig, wie wir leben?“ oder „Was ist der Sinn des Lebens?“ werden immer wieder angesprochen.
Ich fand den Film sehr gut: Schöne Story, gute Charaktere. Bei mir löste der Film die Lust aus, selbst etwas Neues zu erleben und aus meiner gewohnten Umgebung zu entfliehen. Es passiert in der Story auch nicht vielm aber sie fesselt einen, man will wissen wie sie endet und dazu kann man sich auch den Film kostenlos auf YouTube ansehen.